"Zwoa san no übrig“ Wochenlange Proben, jede Menge Herzblut
Wochenlange Proben, jede Menge Herzblut und ein neues Stück aus eigener Feder: Die Dorfbühne Waidhaus blickt auf die Entstehung ihrer Herbstproduktion 2026 zurück.
Wenn sich am 30. Oktober 2026 im Kultursaal Waidhaus der Vorhang zur Premiere von „Zwoa san no übrig“ öffnete, lagen hinter den Mitwirkenden viele Wochen intensiver Arbeit. Was das Publikum als unterhaltsames Lustspiel in drei Akten erlebte, war das Ergebnis unzähliger Stunden voller Ideen, Proben, Organisation und gemeinsamer Leidenschaft für das Theater.
Ein Stück aus den eigenen Reihen
Mit „Zwoa san no übrig“ brachte die Dorfbühne bereits das zweite Theaterstück aus der Feder ihres Vorsitzenden Josef Kleber auf die Bühne. Als Autor und Regisseur hatte er dabei eine doppelte Aufgabe: Eine Geschichte zu entwickeln, die das Publikum begeistert, und sie gemeinsam mit dem Ensemble auf der Bühne zum Leben zu erwecken.
Die Handlung spielt in einem kleinen Dorf, in dem plötzlich die Männer verschwinden. Was steckt dahinter? Während die Dorfbewohnerinnen versuchen, das Rätsel zu lösen, sorgen allerlei Verdächtigungen, überraschende Wendungen und skurrile Begegnungen für reichlich Verwirrung. Dazu kommen ein geheimnisvoller Wettbewerb, ungewöhnliche Ermittlungen und jede Menge Situationskomik.
Dass dabei auch Anspielungen auf das Leben in einem Grenzort nicht fehlen, versteht sich beinahe von selbst.
Von den ersten Leseproben auf die Bühne
Ende August begann die intensive Probenarbeit. Drei Abende pro Woche standen für die Schauspielerinnen und Schauspieler regelmäßig im Zeichen des Theaters.
Zunächst ging es darum, die Figuren kennenzulernen, die Dialoge zu erarbeiten und ein Gefühl für das Zusammenspiel zu entwickeln. Mit jeder Probe wurden die Rollen lebendiger, die Abläufe sicherer und die Szenen eingespielter.
Gerade bei einer Eigenproduktion blieb dabei manches bis in die Probenphase hinein in Bewegung. Dialoge wurden angepasst, Szenen gestrafft und Pointen auf ihre Wirkung überprüft. Nicht jede Idee, die auf dem Papier gut klang, funktionierte auch auf der Bühne auf Anhieb. Hier waren Kreativität, Geduld und die Bereitschaft gefragt, gemeinsam an der bestmöglichen Lösung zu arbeiten.
Besonders der dritte Akt verlangte dem Ensemble einiges ab. Die zahlreichen Verwicklungen mussten schließlich zu einem ebenso überraschenden wie schlüssigen Ende zusammengeführt werden.
Theater entsteht nicht nur auf der Bühne
Während im Probenraum an Texten, Auftritten und Pointen gefeilt wurde, liefen hinter den Kulissen zahlreiche weitere Vorbereitungen.
Das Bühnenbild musste geplant, gebaut und eingerichtet werden. Möbel, Requisiten und Kostüme wurden zusammengetragen, technische Abläufe abgestimmt und Licht- sowie Toneinsätze vorbereitet.
Auch Maske, Organisation, Werbung, Kartenvorverkauf und die Betreuung der Besucher gehörten zu den vielen Aufgaben, die eine Theaterproduktion erst möglich machen.
Gerade bei einem Amateurtheaterverein geschieht all das ehrenamtlich – neben Beruf, Familie und den vielen anderen Verpflichtungen des Alltags.
Der letzte Feinschliff
Je näher die Premiere rückte, desto mehr ging es um die Feinheiten. Die Texte mussten sitzen, die Auftritte zum richtigen Zeitpunkt erfolgen und die Pointen ihren Platz finden.
Bei den letzten Durchlaufproben zeigte sich, wie sehr das Ensemble inzwischen zusammengewachsen war. Selbst kleinere Texthänger konnten zunehmend durch spontane Improvisation aufgefangen werden.
Am 28. Oktober stand schließlich die Generalprobe auf dem Programm. Vor Gästen aus sozialen Einrichtungen, darunter dem Seniorenhaus Waidhaus, dem Heilpädagogischen Zentrum Irchenrieth und der Löw'schen Einrichtung, konnte das Ensemble erstmals unter nahezu echten Aufführungsbedingungen spielen.
Die Generalprobe verlief sehr gut. Ein paar kleine Unstimmigkeiten gehörten dazu, doch insgesamt zeigte sich: Die Dorfbühne war bereit.
Eine Premiere, die alle Mühen belohnte
Am Freitag, 30. Oktober, war es dann endlich so weit. Vor ausverkauftem Haus feierte „Zwoa san no übrig“ seine Premiere.
Die Reaktionen des Publikums, das herzliche Lachen während der Vorstellung und der begeisterte Schlussapplaus waren der schönste Lohn für die vielen Wochen der Vorbereitung.
Auch beim anschließenden Stehempfang gab es zahlreiche positive Rückmeldungen. Für die gesamte Theaterfamilie war dieser Abend ein besonderer Moment.
Eine zusätzliche Überraschung hielt das Ensemble für seinen Vorsitzenden bereit: Josef Kleber wurde für 30 Jahre Theaterarbeit als Schauspieler, Spielleiter, Regisseur und Autor geehrt. Eine Würdigung, die der gelungenen Premiere einen weiteren emotionalen Höhepunkt verlieh.
Gemeinsam ist Theater am schönsten
„Zwoa san no übrig“ zeigt einmal mehr, was mit Begeisterung, Zusammenhalt und ehrenamtlichem Engagement möglich ist.
Ob auf der Bühne, hinter den Kulissen, in der Technik, beim Bühnenbau, in der Maske oder in der Organisation – jeder Einzelne trägt seinen Teil zum Gelingen bei.
Und genau das macht die Dorfbühne Waidhaus aus: Menschen, die gemeinsam etwas schaffen, das am Ende vielen anderen Menschen Freude bereitet.
Nach der erfolgreichen Premiere freut sich die Dorfbühne nun auf die weiteren Aufführungen im November und auf viele schöne Theaterabende mit ihrem Publikum.
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